Problemfelder im „Grenzverkehr“ nach Mecklenburg Vorpommern

Seit dem 19. März 2020 kontrolliert die Landespolizei die Landesgrenzen von Mecklenburg-Vorpommern, um den touristischen Reiseverkehr ins Land zu unterbinden. Das rigorose Vorgehen der Polizeibeamten erschreckt in den benachbarten Dörfern.

Zur Zeit gibt es eine große Unsicherheit. Warum dürfen die Wartin nicht mehr in das 9 Kilometer entfernte Penkun zum Einkaufen fahren? Warum dürften die Penkuner aber ins 10 Kilometer entfernte Tantow zur Bank fahren? Viele ältere Bürger, die seit Jahrzehnten nach Penkun zum Arzt fahren, sind unsicher: Was sollen sie machen?

Wer keinen Erstwohnsitz im Bundesland hat, muss einen nachweisbaren dringenden Grund für die Einreise haben. Ist dieser nicht plausibel, wird die Einreise verweigert. Sollte sich jemand dagegen widersetzen, nimmt die Polizei eine Anzeige auf. Im Schweriner Innenministerium heißt es „Es wird an den Kontrollstellen viele Einzelfälle geben. Die Einsatzkräfte werden mit Herz und Verstand prüfen, ob die Begründungen plausibel sind.”

Mit Herz und Verstand geht es wohl nicht immer zu. Die Beschwerden häufen sich, bestätigt Casekows Ortsvorteher Tino Kisicki.

Arztbesuche sind weiterhin möglich, erklärte der Gartzer Amtsdirektor. Auch Waren des  täglichen Bedarfs können in Penkun erworben werden. Wer sich aber unsicher ist, sollte einfach in die Gartzer Einkaufsmärkte ausweichen. Familien- und Verwandtenbesuche scheinen nicht willkommen zu sein.

Sollte Sie aus Ihrer Sicht zu Unrecht abgewiesen werden, wenden Sie sich an Ihren Ortsvorsteher bzw. Ortsvorsteherin und/oder an das Amt Gartz (Oder). Bitte geben Sie Zeit, Ort und der Anlass Ihres Besuches in Mecklenburg-Vorpommern  an, um eine Klärung herbeizuführen.